Ältere leiden unter Schnittstellenproblematik

„Seniorin fährt in Schaufenster: Gas und Bremse verwechselt“.

Solche Schlagzeilen türmen sich in letzter Zeit. Deutschland diskutiert:

Senioren den Führerschein entziehen, ja oder nein?

Währenddessen in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern: Marianne (82 Jahre) und Helmut (85 Jahre) sind seit 62 Jahren verheiratet. Marianne kämpft schon seit über einem Jahr mit einer offenen Wunde am rechten Fuß und Bein – ein Ulcus cruris venosum. Sie ist Diabetikerin. Das nächste Krankenhaus ist rund 30 Autominuten entfernt. Dreimal die Woche fährt Helmut sie dorthin, damit ihr Wundverband gewechselt werden kann. Es gäbe eine ganz einfache Alternative: die ambulante Wundversorgung. Doch dazu müsste der Hausarzt von Marianne dem Wundversorger Rezepte für die Wundauflagen ausstellen. Er weigert sich. Also fährt Helmut seine Frau weiterhin mit dem Auto zur Klinik. Drei Mal die Woche. 30 Minuten. Hin und zurück. Hin und zurück…ohne Führerschein wäre es unmöglich für Marianne eine angemessene Wundversorgung zu erhalten.

Wir durften Mariannes Wunde rund drei Monate lang behandeln, bis sich der Hausarzt weigerte die Folgerezepte auszustellen. Wir geben immer eine Versorgungsempfehlung, sind allerdings jederzeit dazu bereit unsere Empfehlung nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt anzupassen und gemeinsam eine optimale Lösung für den Patienten zu finden.


Von Kerstin Wittemeier

medical-wundmanagement GmbH

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